Flug Zürich

Zürich

Zürich: Kulturfans haben hier viel zu entdecken: der mittelalterliche Turm der Peterskirche mit einer der größten Uhren Europas gehört auf jeden Fall zu den Besucher-Highlights. Andere Sehenswürdigkeiten sind z.B. der Karlsturm, einer der beiden Zwillingstürme des Großmünsters aus dem 12. Jahrhundert und die fünf bezaubernden Mosaikfenster des Frauenmünster, die Marc Chagall im Jahre 1970 schuf.

Flüge ab Zürich (ZRH)

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Zürich

SHOPPING in Zürich:

Zero Zero

Dort, wo die Welt eine Scheibe ist, ist sie immer noch in Ordnung: Im Zero Zero werden Sie keine Doppelnullen finden, denn hier kommt nur das Feinste aus der Musikwelt auf den Plattenteller. Im vielleicht bestsortierten und größten Plattenladen der Stadt ist alles da, was das Fanherz begehrt: Eine umfassende Discographie der Rockgeschichte, viel Reggae und viel Indie geben hier den Ton an. Heißer Tipp: Wer am Donnerstag anreist, wird von DJ Rexx beraten, und der hat echt Ahnung vom Vinyl.   Übrigens können Sie hier nicht nur Platten kaufen, auch die passende Streetwear ist im Laden zu finden: Labels wie Superdry, Abercombie und Goorin bilden den passenden Rahmen zu Hip Hop und Co. Und wer selbst was hat, was er nicht mehr braucht, ist ebenfalls an der richtigen Adresse: Das Zero Zero kauft alles aus den Bereichen CD, DVD, Vinyl und Games, größere Mengen werden sogar abgeholt. Es gibt allerdings ein Genre, vor dem sogar die härtesten Plattendealer zurückschrecken: Schlager werden im Plattenladen nicht angeboten und nicht gekauft.

Pelikamo

Der unförmige Pelikan im Label ist zum Glück keine Vorgabe für das Styling der Herren, die im Pelikamo in Zürich vorbeischauen. Die kommen in das ehemalige Bankhaus - wenige Minuten von der Bahnhofstraße und dem Kaufleuten entfernt - wegen der straighten Menswear von Mismo, Lavenham, Aesop oder Pelikamo.   Da liegt die giftgrüne Hose neben dem pinken Pullover und den moosgrünen Loafers - und es passt. Offensichtlich hatte eine Frau ihre Hände mit im Spiel. Gemeinsam mit drei Männern hat Mia Zeltner das Pelikamo 2011 gegründet. Zu den Anziehsachen haben sie herbe Duftkerzen und Whisky aus einer Schweizer Brennerei gestellt. Zwischen den Anproben setzen sie die Herren auf die Retrocouch und geben ihnen ein Magazin in die Hand - zum Nachdenken. Randy Kündig, der gute Geist des Pelikamo, bringt einen Espresso vorbei. Möglich, dass die Anzughose dann immer noch nicht passt. Auch kein Problem, dann kommt der hauseigene Schneider und ändert das gute Stück um oder fertigt eine neue Hose an. 

Roma

Die Boutique Roma hat Stil. Und zwar belgischen, nicht italienischen. Der Name ist zwar etwas irreleitend, aber Sie können sicher sein: Was hier zu kaufen ist, hat einen Namen. Und zwar einen großen: Dries van Noten winkt in der Edelboutique von der Stange, auch Ann Demeulemeester hängt am Haken.   Natürlich bleiben die nicht lang allein: Auch internationale Designer sind im Roma zu finden, zu den belgischen Hits gesellen sich Junya Watanabe, Rick Owens und Haider Ackermann. Wer das passende Edel-Outfit gefunden hat, kann die alte Sandale ebenfalls gleich da lassen: Die neuen Treter kommen von Shoto, Fitzroy und Camper, die Taschen von Sak und Numero 10. Und damit ER nicht blöd herumsteht, während SIE in den Kaufrausch verfällt, gibt's auch für modebewusste Herren das passende Designergewand: Für ihn hat die Boutique Roma Royal Shirt, The Viridi-Anne und Georgio Brato im Angebot.Wenn Sie dann neu eingekleidet aus dem Laden gehen, haben Sie im Dreiländereck geshoppt: Belgische Designer auf Schweizer Boden mit italienischem Namen.

ÜBERNACHTEN in Zürich:

Kafischnaps

Einst eine Metzgerei, heute wird täglich bis 16.00 Uhr Frühstück serviert. Sind die Gäste alle Langschläfer? Vielleicht. Oder es liegt an den Namen der Zimmer: Williams, Kirsch, Zwätschgge, Pflümli und Quitte lassen Böses ahnen. Oder Spätes, wie im Fall des Frühstücks. Ist das Kafischnaps gar ein Hotel für Alkoholiker? Nein.   Die Zimmer sind zwar je nach Schnapssorte gestaltet, einen Kater bekommt aber in den liebevoll designten Räumen niemand. Auf der anderen Seite der pompösen Luxusketten bemüht man sich eben, mit dem zu arbeiten, was man hat. Und dann trinkt man drauf. Apropos andere Seite: Das Kafischnaps ist vielleicht ein wenig abseits gelegen. Dafür liegen die Preise auch jenseits der horrenden Mietpreise der In-Viertel. Und außerdem: Wer das späte Frühstück trotzdem verpasst hat, kann immer noch die Blätterteigpasteten mit deftiger Fülle genießen. Und dazu in sehr entspannter Atmosphäre einen Schnaps trinken. Die Sehenswürdigkeiten können auch mal warten. Doppelzimmer ab ca. 36,- Euro Pro Nacht.

Kindli

Das Kindli ist eines dieser braven Hotels, die man gern betritt, gern wieder verlässt und an die man sich gerne erinnert. Hier wird seit 500 Jahren auf Gastlichkeit gesetzt: Einst pilgerten schon die Frommen zur christlichen Herberge, zum sehr frommen Wirt, mit sehr frommen Gedanken. Heute waschen sich die Gäste mit Grander-Wasser von ihren Sünden rein, sie betten ihre Häupter auf Hästens-Betten und beten, dass die Kreditkarte hält, wenn sie bei Zürichs Top-Designer um die Ecke shoppen gehen. Aber auch das Restaurant ist das Völlern wert: Die mediterran inspirierte Küche bietet zwar kaum Platz für zu enge Gürtel, dafür aber mehr Platz für Hanny Fries, die das Restaurant mit ihren Bildern veredelt. Den richtigen Messwein finden Sie in der Weinkarte: Hier sprudelt der Champagner, tummeln sich Rot und Weiß aus aller Herren Länder und finden in edlen Gläsern den Weg zum geneigten Gaumen. Eines ist klar: Das Kindli ist mit seinem Springbrunnen vor dem Fenster, dem Laura Ashley-Stil und den Kirchenglocken am Morgen wohl eines der romantischsten Hotels der Stadt. Ob es immer noch so fromm ist, bleibt offen. Doppelzimmer ab 277,- Euro pro Nacht.

Hotel Otter

Und noch ein Hotel der Schweizer Hausmarke "Reinkommen und Wohlfühlen": Das Hotel Otter hat zwar schon 770 Jahre auf dem Buckel, angestaubt ist aber weder das Publikum, noch die Einrichtung.   Kunst kommt hier nicht zu knapp: Die Zimmer wurden unterschiedlich von Künstlern gestaltet, da wird Ihnen auch während der Nachtruhe nicht fad. Da gibt's eine African Lodge mit Bambus-Elementen, eine Japanische Variante mit gewohntem Minimalismus, ein maritimes Zimmer mit blau gestreiften Tapeten oder poppige Einzelzimmer - das Hotel Otter weiß, dass jedes Tierchen sein Pläsierchen hat und gönnt den Szenekreisen ein wenig Individualismus.   Dabei muss das Publikum, das irgendwo zwischen Model und Musiker angesiedelt ist, einem wirklich harten Vorbild gerecht werden, denn frei nach James Joyce Ansage:"Liebe, lüge und sei hübsch! Denn morgen müssen wir sterben" ist der Vergnügungssucht keine Grenzen gesetzt und der Weg offen zur Bar. Die heißt zwar "Wüste", ist aber keine: Hier treffen sich echte Zürcher zu einem echt schweizerischen Plausch zu einem echt Schweizerischen Bier. Was will man mehr? Eben. Doppelzimmer ab 105,- Euro pro Nacht.

SEHENSWÜRDIGKEITEN in Zürich:

Rote Fabrik

Alles, was hier passiert, wurde hart erkämpft: Die ehemalige Seidenfabrik sollte abgerissen werden, aber die Avantgarde hatte etwas dagegen. 1973 half eine Volksabstimmung weiter, die Fabrik sollte weiter bestehen, als Kultur- und Begegnungszentrum.   Die Konservativen waren allerdings dagegen, weil Rockmusik keine Kultur ist und darum in einem städtischen Kulturhaus nichts zu suchen hat. Jahrelang passierte nichts, dann forderte die Jugendbewegung dazu auf, Leben in die tote Fabrik zu bringen und wurde nach unzähligen Demos schließlich erhört: Heute ist die rote Fabrik Kult und Kultur und sah schon Größen wie Nirvana und Red Hot Chili Peppers auf ihrer Musikbühne.   Jeden Abend gibt es ein anderes Programm: Im Fabriktheater werden regelmäßig künstlerische Experimente gestartet, auf der Bühne werden die Grenzbereiche des Jazz ausgelotet, und unter dem Thema "Fabrikvideo" kann der Nachwuchs Videoproduktionen erstellen und am hauseigenen Schnittplatz schneiden.

Bahnhofstrasse

Der Fotograf Ganz baute einst das erste Wohnhaus an der noch öden Straße; er wurde prompt für verrückt gehalten. Heute hätte er die Dollarzeichen in den Augen, geht man von den Mietpreisen aus: Rund 4000 Schweizer Franken pro Quadratmeter und Jahr blättern Sie heute hin, wenn Sie an einem der teuersten Pflaster Europas wohnen wollen.   Das Geld liegt hier auf der Straße und unter der Straße: Die renommierten Schweizer Banken konnten den Platz an der Sonne ergattern und bunkern seitdem unter der Erde das Geld, das die Welt regiert.   Aber nicht nur Credit Suisse und die Zürcher Nationalbank zeigen auf der Bahnhofstrasse, wo der Hammer hängt, auch die prächtigen Jugendstilbauten sind die Anreise wert. Und während andernorts die Häuser, wie die Preise in die Höhe schießen, hält sich Zürich dezent zurück und verhängte strenge Bauauflagen: Die Häuser sind alle 18 Meter hoch, nicht mehr, nicht weniger. Schweizer Präzisionsarbeit? Sicher, und zu den monumentalen Fassaden, hinter denen immer noch das Bankgeheimnis schlummert, gesellen sich 2500 Meter Schaufenster, 180 Geschäfte und 200 Linden. Mehr Eleganz geht nicht.

Museum

Das Museum für Gestaltung ist genau das, wonach es klingt: So ziemlich alles unter einem Dach. Die Sammlung umfasst Design, Grafik, Plakate und Kunst, aber wer sich nichts drunter vorstellen kann, dem erklären wir es gerne genauer: Was Sie hier sehen, kann ein Fernseher aus dem Jahr 1969 sein. Oder ein Eierbehälter mit Streuer. Oder aber auch ein Werbeprospekt, ein Filmplakat, ein französischer Parfumflacon, ja sogar ein Cocktailkleid. Alles, was Design ist, was Kunst ist, was Menschen so machen, wenn sie sich gestalterisch betätigen, kommt in dieses Museum. Die Künstler selbst sind oft anonym, aber was Sie hier sehen, vom Make Up bis zum verbrannten Möbelstück, ist es definitiv wert, angesehen zu werden. Und wer mehr zu dem Thema wissen will, kann sich an diversen Workshops beteiligen oder mit Fachkräften in Ausstellungsgesprächen fachsimpeln. Wenn Sie das Museum wieder verlassen, können Sie sich sicher sein: Sie haben wieder was gelernt. Nehmen Sie sich die Zeit!

ESSEN & TRINKEN in Zürich:

Tibits

Essen wie ein Schwein, aber kein Schwein essen? Letzteres trifft zu auf das Tibits: Hier ist weit und breit kein Schwein zu sehen und auch sonst kein Tier. Aber zu Ihrer Beruhigung: Es führt sich auch niemand auf wie eines. Trotzdem setzt man im vegetarischen Restaurant auf zwanglose Atmosphäre: Die Gäste können sich ihre Mahlzeit beim Buffet holen. Kantinenfutter? Von wegen. Statt mutloser Hausmannskost Marke "Cordon Bleu etwas zäh" landen frische, fleischlose Gerichte auf dem vorbei geschobenen Tablett: Morgens ein gesundes Birchermüsli, Mittags eine Ingwer-Tomatensuppe, abends dann ein Bio-Sandwich; mehr saisonal und regional geht echt nicht.   Abgerechnet wird dann nach Gewicht, 100 Gramm Buffet kosten 4.10 Franken. Kein Wunder, dass das vegetarische Fast Food immer beliebter wird: Das Tibits Take Away hat sich mittlerweile schon bis nach London herumgesprochen. Die Idee dazu hatten die drei Brüder Reto, Christian und Daniel Frey, Hilfe holten sie sich vom Haus Hiltl, dem Profi in Sachen fleischlose Küche: Das Restaurant kocht schon seit 1898 vegetarisch.

Tao´s

Das Tao´s ist der kleine Bruder des Zürcher Indochine und einer der absoluten In-Places der Stadt. Wegen seiner Gartenterrasse kommen besonders gerne Banker zum Lunch in die Lounge in die Augustinergasse. Aber nicht nur die. Abends strömen in die Seitenstraße der Bahnhofstraße mit ihren unzähligen Erkern auch viele Romantiker. Sie alle haben in dem verwinkelten Haus Platz zum Ausbreiten. Zum einen im Bistro-ähnlichen Tao´s im Erdgeschoß oder im Asia-Restaurant im ersten Stock. Die Karte ist dieselbe, die Ansprüche machen den Unterschied. Unten bleibt man für Sashimi, einen Drink und den Zen-Touch. Oben hofieren Businessmenschen auf schweren Polstermöbeln ihre Gäste, Verliebte dinieren bis nach Mitternacht. Überall sieht man alte orientalische Ornamente und chinesische Skulpturen. Für den kulinarischen Teil ist in jedem Fall Joachim Karsten verantwortlich. Der hat sich davor in Gstaad mehrere Gault Millau-Punkte erkocht.

Fonduestübli

Wer es hier geschafft hat, hat es überall geschafft. Nein, die Rede ist nicht von New York, sondern von Zürich. Genauer gesagt: In der Rubrik Käsefondue in Zürich. Die helvetische Spezialität ist nicht leicht: Nicht leicht zu essen, weil sie sich so zieht, und nicht leicht zu verdauen, weil sie noch tagelang nachwirkt. Und trotzdem: Wer den Caquelon nicht ehrt, ist der Schweiz nicht wert.   Der Fonduetopf ist ein Muss für alle Schweizer, und wer sich dem Käsewahn anschließen will, muss ins Fribourger Fonduestübli. Der Preis für ein Fondue bewegt sich um die 20 Franken, was aber angesichts der Menge nicht weiter ins Gewicht fällt. Außerdem: Das nächste Essen haben Sie sich garantiert gespart. Das Brot dazu ist wichtig, die Perlzwiebel kriegt kein Mensch mehr hinein, die Kartoffeln sowieso nicht.   Hartgesottene gönnen sich nachher noch ein Mousse au Chocolat, alle anderen greifen gleich zur Kirsch-Karte und wählen aus den Schnäpsen das, was am Besten wirkt. Wer danach an seiner Entscheidung zweifelt, der darf beruhigt sein: Seit 30 Jahren wird im Fonduestübli Käse geschmolzen - Sie werden es überleben.

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01:20 22.04.2015 - 24.10.2015